Bepflanzung im Innenhof des neuen Rathauses

An den Wänden im schattigen Hof des Rathauses waren bereits halbkreisförmige Pflanzlöcher angelegt ohne Bewuchs.

Zur Begrünung der Wände und Belebung des Gesamtbildes wurde von Udenheimer Bürgern "Immergrünes Geißblatt" (Lonicera henryi) ausgewählt und eingepflanzt. Diese Pflanzen vertragen ein hohes Maß an Schatten, sie greifen den Putz
nicht an, sind auch wintergrün und legen ein mäßiges Wachstum vor. Es wurde somit eine pflegeleichte und dekorative Begrünung ausgewählt.

Zwei geschmackvolle und zum Eingangstor passende Rankgestelle wurden von einem weiteren Udenheimer Bürger kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bepflanzung vor der Mehrzweckhalle und am Weg zur Selz

Wie zur Bepflanzung der Durchgangsstraße hat man auch für das Beet vor der Mehrzweckhalle die Rose "Dagmar Hastrup" gewählt, um ein "durchgängiges Pflanzenthema" für öffentliche Udenheimer Grünanlagen zu etablieren.

Im Frühjahr 2011 erfolgte durch zahlreiche Udenheimer Bürgerinnen und Bürger die Pflanzung.

Am selben Tag wurden auch zwei weitere Bäume in der im Jahre 2007 gepflanzten Allee zur Selz ergänzt. Diese Bäume konnten, wie schon die zuerst gepflanzten, durch Spenden aus einem Udenheimer Konzert und privaten Spendengeldern
erworben werden.

Fledermaushotel im ehemaligen Wasserhäuschen

Die 19 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten haben in den letzten 50 Jahren einen Artenrückgang von 90(!)% erfahren. Ursache sind ihre Stellung als Insektenfresser am Ende der Nahrungskette sowie Wohnungsnot aufgrund ihrer
unterschiedlichen Ansprüche an die Quartiere im Jahresverlauf.

Die Tiere halten sich, je nach Art, im Sommer auf Speichern, in Kellern oder auf hohen Bäumen auf bei Temperaturen von 20 bis 40 Grad Celsius. Im Winter hingegen benötigen sie unterirdische Quartiere bei 0 bis 11 Grad Celsius und hoher
Luftfeuchte.

Durch das Fällen alter Bäume, Ausbau und Dämmmaßnahmen bei alten Gebäuden, Verschließen von alten Gewölbekellern etc. wurde der Lebensraum dieser Säugetiere erheblich eingeengt.

Das seit Jahren ungenutzte Wasserhäuschen mit seinem oberirdischen Bauteil aus Ziegelstein und seinem jetzt trockenen unterirdischen Wasserreservoir bietet damit sowohl Sommer- als auch Winterquartier für die Fledermäuse. Die
unmittelbare Umgebung des Wasserhäuschens ist mit Kräutern, Büschen und Stauden bestanden und bietet somit den Insektenfressern reichlich Nahrung.

Der Ausbau erfolgte durch das Anbringen von Heraklitplatten und Flachkästen, in die Eingangstür wurde ein entsprechender Einflugschlitz geschnitten. Alle Arbeiten wurden von Udenheimer Bürgern in Eigenleistung erbracht, Kosten und Organisation des Baumaterials wurden von einer weiteren Udenheimer Bürgerin übernommen.

Diese ökologische Maßnahme zum Fledermausschutz ist in Rheinhessen bisher einmalig und versteht sich auch als Pilotprojekt für die Region.

(alle Texte von Utta Stuber)

Projekt "Blühendes Udenheim"

Lesen Sie hier einen Bericht über die erste Maßnahme im Rahmen des Projektes "Blühendes Udenheim"!